Das Training draussen ist mehr als nur eine hübsche Kulisse fürs nächste Reel! Frische Luft, wechselnder Untergrund, Tages- statt Neonlicht haben auch so einige gesundheitliche Vorteile, die zu den Bedürfnissen von Kopf und Körper passen.
Kein Hype, sondern eine Entwicklung mit Substanz
Im jährlichen Worldwide Survey of Fitness Trends des American College of Sports Medicine (ACSM), für den weltweit rund 2000 Fitness- und Gesundheitsfachpersonen befragt werden, hat es Functional Fitness Training 2026 auf Platz 10 der wichtigsten Fitnesstrends geschafft. Outdoor Fitness Training landet auf Platz 18. Es ist kein Zufall, dass Outdoor Training immer beliebter wird. Draussen und in einer Gruppe zu trainieren, bündelt drei Dinge, die in einer zunehmend sitzenden, bildschirmlastigen Gesellschaft an Bedeutung gewinnen: körperliche Beanspruchung, Naturkontakt und echte soziale Begegnung.
Physisch: Der ganze Körper, das ganze Wetter
Training im Freien fordert den Körper anders als das Training in der Halle. Unebener Boden und Steigungen, zwingen den Rumpf ständig zur Mitarbeit und verbessern gelichzeitig Stabilität und Koordination. So trainierst du mehr als nur die Zielmuskulatur der jeweiligen Übung. Wechselnde Bedingungen wirken wie ein natürlicher Reiz zur Anpassungsfähigkeit: Der Körper lernt, mit Variabilität umzugehen, statt sich an eine immer gleiche, kontrollierte Umgebung zu gewöhnen. Weil sich Wetter und Terrain von Einheit zu Einheit unterscheiden, ist praktisch jedes Training ein bisschen anders: ganz ohne, dass der Trainingsplan bewusst variiert werden müsste.
Mental: Was die Natur selbst zur Erholung beiträgt
Dass Bewegung guttut, ist bekannt. Weniger bekannt ist, wie stark die Umgebung dabei mitspielt. Die Attention-Restoration-Theorie (Kaplan, 1995) beschreibt, wie sehr uns unsere gerichtete Aufmerksamkeit auf Bildschirme, Termine und Entscheidungen geistig ermüdet. Natürliche Reize wie das Geräusch von Blättern im Wind, Wasser oder zwitschernden Vögeln ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich, ohne dass wir uns anstrengen müssen. Solche Momente lassen unseren Kopf erholen. Outdoor Training liefert diesen Erholungsreiz gratis mit, während es uns gleichzeitig körperlich anstrengt.
Die Forschung untermauert das mit Zahlen: Eine Meta-Analyse von Barton und Pretty (2010) über zehn britische Studien mit mehr als 1200 Teilnehmenden zeigt, dass schon kurze Einheiten Bewegung in natürlicher Umgebung Stimmung und Selbstwertgefühl spürbar verbessern. Diese Effekte zeigen sich unabhängig von Alter, Geschlecht oder Fitnesslevel, aber mit den grössten Auswirkungen auf ohnehin psychisch belastete Personen. Eine neuere Übersichtsarbeit von Wicks et al. (2022) geht noch weiter: Dieselbe Bewegungseinheit wirkt in naturnaher Umgebung nachweislich stärker auf die psychische Gesundheit als in einer städtischen Umgebung. Die Natur ist damit kein netter Rahmen, sondern ein eigenständiger Wirkfaktor.
Sozial: Was das Draussen-Sein zur Gruppe beiträgt
Gemeinsame körperliche Anstrengung verbindet nachweislich: In Experimenten von Tarr et al. (2015) zeigte sich, dass sowohl Anstrengung als auch gemeinsamer Bewegungsrhythmus die Schmerzschwelle bei den Teilnehmenden erhöhten, denn der Körper schüttet bei körperlicher Betätigung Endorphine aus. Daneben verstärkte sich auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit in der Gruppe. Gruppen-Training bringt genau diese beiden Zutaten zusammen wie kaum ein anderes Format: echte Anstrengung und ein gemeinsam geteiltes Erlebnis. Beim Outdoor Training kommt jedoch noch ein Element hinzu, das eine Halle nicht bieten kann: Alle sind derselben Witterung, demselben Terrain und denselben Bedingungen ausgesetzt. Wer sich gemeinsam durch Wind, Kälte oder eine steile Rampe kämpft, teilt ein Erlebnis, nicht nur einen Raum. Man feuert sich beim Gegenwind an und lacht gemeinsam über den Regen, der ausgerechnet bei der letzten Übung noch einsetzt. Das gemeinsame Bewältigen dieser Herausforderungen können das Gruppengefühl zusätzlich stärken und schaffen Erinnerungen, welche über das eigentliche Training hinausgehen.
Der öffentliche Raum macht Training zudem sichtbar und niederschwelliger: Man trifft sich draussen, an der frischen Luft und nicht hinter der Rezeption eines Studios. Der ACSM-Trendbericht 2026 beschreibt, dass genau diesen Effekt bei Bewegungsformaten die Hemmschwelle für Personen, die sonst eher inaktiv sind, senken. Denn so werden Verbindung und gemeinsames Erlebnis zu einem zentralen Punkt der Trainingsmotivation.
Mit UNIK Sports draussen trainieren – in Bern und auf der ganzen Welt
Unsere Coaches setzen in den Group Trainings unterschiedliche Schwerpunkte, mal mehr mit Fokus auf Kraft und Technik, mal mehr auf Ausdauer und Tempo. Was (fast) alle Einheiten gemeinsam haben: Sie finden draussen statt, mit wechselndem Untergrund, echtem Wetter und einer motivierten Trainingsgruppe. Ob du neu einsteigst oder deine Routine auffrischen willst, hier findest du alles zu unseren Group Trainings in und um Bern.
Wer die Vorteile von Outdoor Training auch gerne noch mit einem Ferienerlebniss in fremden Destinationen kombinieren will, der ist bei UNIK Holidays an der richtigen Adresse. Neben all den Vorteilen von oben kommt noch dazu, dass du maximal von deiner Ferienzeit profitierst.

Autor: Niklaus Jud