10 Tage Workout Week Extended auf Sri Lanka

Menschen, Muskelkater, Meeresrauschen und Momente, die bleiben

Mitte Oktober und noch vor dem Sonnenaufgang landen wir in Colombo. Die Luft ist jetzt schon warm und der Flughafen ist leicht chaotischer als in Zürich. Den einheimischen Guide finden wir trotzdem problemlos und so startet das Abenteuer ganz nach Plan. 

Zwischen Tempelstufen, den ersten Squats und atemberaubender Aussicht 

Von Jetlag wollen wir nichts wissen, deshalb steht auf dem Transfer vom Flughafen ins Landesinnere auch bereits der erste Besuch in einem Tempel an. Nicht nur das gehört zu einem gelungenen Start, auch ein Outdoor-Workout mit Nik steht am Abend noch an, um sich vom langen Sitzen im Flieger und im Bus zu erholen.  

Dieser Mix aus Bewegung, Transfer via Bus und Besichtigung war auch Programm des nächsten Tages: Yoga mit Nadia zum Start, Fahrt und Ausflug auf den Sigiriya Rock, Verpflegung beim wohl grössten sri-lankischen Buffet in der Region und dann (endlich) die Ankunft in Arugam Bay. 

Wer hier das Highlight vermisst, hat den Aufstieg zum Sigiriya Rock noch nicht gemeistert und kennt vor allem den Ausblick von diesem Tempel nicht. Spätestens da war klar: Das wird gut hier. Denn der Aufstieg wurde belohnt mit einem Dschungelblick wie aus dem Bilderbuch und Bekanntschaften mit Affen, die auf dem Steinblock lebten.  

Arugam Bay –Wellen, Workouts, wenig Leute und viel Natur 

Für alle, die ihre (gefühlten oder tatsächlichen) ersten Wellen schnappten, bot der Ort perfekte Bedingungen. Die Hauptsaison war durch, die Wellen nicht zu gross und es hatte kaum Leute im Wasser. Dank richtig professionellen Surf Coaches von der Amigo Surf School. 

Wer sich mit dem Element Wasser weniger begeistern konnte, hatte dennoch die Möglichkeit für körperliche Aktivität mit Bodyweight Workouts, Jogging Sessions am Strand bei Sonnenaufgang und Yoga-Einheiten im Shala aus Holz und Blick auf das Meer. 

In diesem Yoga Shala gab es auch unser kältestes Highlight: Eisbaden im Do It Yourself Style. Neben Abkühlung gab das auch einiges zu Lachen. 

Fitness als Abenteuer 

Dass für Sportreisen mit einem breiten Sportangebot beim Leiten von Trainings und Yoga Sessions Kreativität gefragt ist, merkst du bereits bei der Organisation. Sri Lanka ist kein Ort für sterile Fitnesswelten und High-End-Gyms. Umso mehr gibt es mit Flexibilität und Improvisationstalent viel Abwechslung im Trainingsalltag. Da wird vielleicht auch mal der Stuhl zum Trainingstool. Wer sich darauf einlässt wird bestimmt Trainingsmomente erleben, die sich von der üblichen Routine unterscheiden. Optimistisch betrachtet ganz im Sinne des Trainingsprinzips «Variabilität im Trainingsalltag». 

Wie eine Tierdoku – einfach in Wirklich 

Wer diese Insel bereist, sollte sich definitiv nicht nur auf den Sport konzentrieren. Um 24 Stunden im Hotelbunker zu bleiben, suchst du dir besser eine andere Destination aus. Wenn du hier bist, dann sorgst du dafür, dass du mit einer Tuk Tuk Safari, einer regulären Safari, einem Boots TripWhale Watching in den Morgenstunden und anderen Ausflügen so viele freilebende Tiere wie möglich siehst. Von Elefanten am Strassenrand, Krokodilen im Fluss, Wasser Büffeln im Sumpf, diversen Vogelarten am Boden und in der Luft über verschiedene Affen und diverse Echsen haben wir so einiges gesehen. Die einzigen Tiere, die nicht frei waren, waren die «Patienten» in der Schildkrötenfarm. Diese Tiere erholen sich hier von Verletzungen und werden gepflegt, bis sie dann wieder ins offene Meer zurückkönnen. 

Länder kennen lernen geht durch den Magen 

Während in normalen Sportferien über Aminosäuren und intermittierendes Fasten geredet wird, haben wir uns auf einheimische Küche fokussiert. Neben den verschiedenen indischen Spezialitäten, die uns immer serviert wurden, wagten wir uns sogar an einen Kochkurs mit Einheimischen. Nicht dass wir jetzt alle ein richtiges Festmahl nach sri-lankischer Art zaubern könnten, aber immerhin wurde uns bei der Zubereitung von allen Lebensmitteln bewusst, wie viel Luxus unsere modernen Küchengeräte bieten. 

Weligama – nochmal alle Eindrücke, nur anders 

Die Distanzen hier sind deutlich länger, als wir uns das von zu Hause gewohnt sind. Daher lohnt es sich, die Transfers von A nach B mit lokalen Sehenswürdigkeiten zu spicken. In unserem Fall war das ein Abstecher nach Ella, inklusive Besichtigung der Nine Arch Bridge. Der Zufall wollte es denn auch, dass gerade zu unserer Ankunft der berühmte Zug seine Durchfahrt hatte. Einer dieser Momente, wo du einfach nur denkst: läuft. 

Auch in Weligama profitierten wir von der Nebensaison. Im Wasser hatte es zwar etwas mehr Leute, aber der Strand und das Städtchen war alles andere als Überlaufen. 

Weil auch hier die Gym Landschaft dünn gesät war, trainierten wir im Mariott. Da kamen alle, die ihre Hanteln, Schlingentrainer und Kabelzüge vermisst haben auf ihre Kosten. Bei den Yoga Sessions wurden alle mit Blick aufs Meer belohnt. Ruhm und Ehre gebührt jenen, die am letzten Morgen vor der Abreise ihre Jogging Runde drehten und nach 60 Minuten lockerem Run komplett durchnässt im Hotel ankamen. 

Kultur und Content 

Irgendwo zwischen Lachen, Schwitzen und Bestaunen der Tiere hatte es auch noch Platz für kulturelle Inputs. Dazu gehörte neben Ella und der Nine Arch Bridge auch der City Trip nach Galle. Wer gerne durch Gassen schlendert, und mehr über die Geschichte von Sri Lanka erfahren möchte, darf diesen Ort nicht verpassen. Zum Kulturgut gehören auch die Edelstein Minen, die besucht werden können. Neben dem Besuch der Mine planst du am besten auch noch Zeit für etwas Shopping von Schmuck ein. Suchst du dagegen eher nach dem perfekten Sunset Spot, dann musst du in dieser Region für einen Abend zum Coconut Tree Hill. Am besten bist du früh genug dort. So hast du sicher auch einen Platz mit guter Aussicht. Wenn du schon dort bist, lohnt sich besonders noch ein Abendessen im Lichtermeer am Strand von Mirissa zu reservieren. 

Was bleibt? 

Als Coaches und Begleitung für die Gruppe bleibt uns die Erkenntnis, dass Muskelkater eine gemeinsame Sprache ist und dass Ferien mit viel Gelächter, guten Leuten und unzähligen Eindrücken ein wahres Gefühl von Erholung bieten. Nach 10 Tagen war es so, als hätte jemand den Reset-Knopf gedrückt. 

Sri Lanka hat uns bewegt. Im Wasser, an Land – und auch zwischenmenschlich. Im Flieger und auch einige Wochen später blickst du zurück und merkst: Hier habe ich mehr als nur Fotos mit nach Hause genommen. 

Autor: Nik Jud

Leave a Reply


Der Zeitraum für die reCAPTCHA-Überprüfung ist abgelaufen. Bitte laden Sie die Seite neu.