Sport im Winter

Es ist nie zu kalt!

Schaut man derzeit nach draussen, ist nicht gerade der erste Gedanke «oh wie schön wäre es, jetzt ein bisschen joggen zu gehen!». Der Himmel voller grauer Wolken, mal regnet’s, mal schneit’s und kalt ist’s auch noch. Da sind die meisten eher nicht motiviert, nach draussen zu gehen und sich sportlich zu betätigen.

Doch wie sieht es wirklich aus mit den sportlichen Möglichkeiten im Winter? Sollte man überhaupt draussen Sport machen oder ist es wirklich zu kalt für sportliche Betätigungen im Freien?

Auf die richtige Kleidung kommt es an

Im Winter liegen die Temperaturen oft um 0° Grad oder gar tiefer. Daher ist es beim Joggen wichtig, dass man sich vernünftig kleidet. So kann lange Funktionswäsche getragen werden, welche dafür sorgt, dass der Schweiss absorbiert wird und schnell trocknet. Zudem sind eine Halsbedeckung sowie eine Kopfbedeckung zu empfehlen. Diese sollte jedoch nicht zu dick sein, sondern vor allem vor Wind und Kälte schützen. Gleich eine dicke Wollmütze zu tragen erübrigt sich deshalb. Zusätzlich sollten die Hände etwa durch Handschuhe geschützt werden. Auch deren Dicke und Isolationsfähigkeit kann nach Bedarf variiert werden. Ist es sehr kalt, kann es ausserdem sein, dass der Hals beim Atmen schmerzt. Ein Tuch, das den Mundbereich bedeckt und so die Atemluft ein wenig vorwärmt, schafft hier Abhilfe und erleichtert das Atmen.

Welcher Sport im Winter?

Natürlich gibt es auch tolle Alternativen zum Laufen. Langlaufen ist eine Möglichkeit, sich den Winter sportlich zu Nutze machen. Eine Sportart, die im Schnee stattfindet und meist oberhalb der Nebelgrenze an der Sonne gemacht werden kann. Dadurch kann während des Ausdauertrainings auch gleich noch Vitamin D getankt werden. Langlaufen ist eine sehr dynamische Sportart, die anfangs technisch eher anspruchsvoll ist. Mit ein wenig Durchhaltevermögen und Detailarbeit kann sie jedoch gut erlernt werden und der Sportler schult dabei auch seine Koordination. Um beim Langlaufen die Balance zu halten und sich fortbewegen zu können werden 95% der Muskulatur benötigt. Arme, Beine, Rumpf sowie Gesäss werden gekräftigt und das Herz-Kreislaufsystem angeregt, was die Ausdauer verbessert. Dabei ist man bei dieser Sportart unabhängig von Bergbahnen, welche bei starkem Wind nicht fahren oder viel Geld kosten. Zudem wird relativ wenig Material benötigt – man braucht Langlaufskis, passende Schuhe und Stöcke und schon kann losgelegt werden. Dieses kann man in den meisten Skigebieten oder an den Langlaufloipen auch kurzfristig mieten. Des weiteren stellt Langlaufen einen gelenkschonend Sport dar, bei dem auch das Verletzungsrisiko nicht sehr hoch ist.

Technisch einfacher, aber sicher genauso schön und intensiv ist das Schneeschuhlaufen. Dieser Wintersport ist vergleichbar mit Wandern, wobei auch hier der Anstrengungsgrad stark von der Hangneigung abhängt. Das Herz-Kreislaufsystem wird angeregt und die Winterlandschaft kann bei einem wunderbaren Ausblick genossen werden. Die Bewegung entspricht der normalen Gehbewegung und es bedarf nur der Schneeschuhe sowie allenfalls Skistöcken. Erstere erleichtern das Gehen im Tiefschnee, zweitere erleichtern die Balance und Stabilität im Gelände. Auch hier erübrigt sich der Kauf kostspieliger Skitageskarten und viele Skigebiete und Wintersportorte bieten speziell gekennzeichnete Schneeschuh(wander)wege an.

Wer mag, kann drinnen bleiben

Möchte man trotz der vielen Vorteile von Outdoortraining im Winter doch lieber drinnen trainieren, sollte man ein für sich passendes Training finden. Mit dem BMZI der Universität Bern kann ein Fragebogen zu den Sportmotiven und -zielen ausgefüllt werden. Nach der Auswertung zeigt sich, welche Sportarten/-möglichkeiten aufgrund der angegebenen Motive und Ziele passend wären.

Bei UNIK Training findet man ausserdem für fast jedes Ziel das passende Training. Bist du eher jemand, der etwas für seine Gesundheit tun möchte und sich nicht gerne völlig verausgabt, wirst du in einer unserer (Power) Yoga, Ballett Workout oder Pilateslektionen sicherlich glücklich.

Möchtest du deine allgemeine Fitness verbessern und trainierst gerne in einer motivierten Gruppe, aber dennoch auf deinem individuellen Niveau? Dann bist du im ALL IN sicher richtig.

Möchtest du richtig Vollgas geben und deine Reserven aufbrauchen? Tabata und Boxing werden dein Herz-Kreislaufsystem sicherlich auf Touren bringen und deinen Willen auf die Probe stellen.

Betreibst du bevorzugt spielerisch oder alleine trainierst, gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten. Bouldern und Klettern – allein, zu zweit oder in der Gruppe etwa im O’Bloc – fördern Kraft und Konzentration. Und die hohen Wände fordern dich auch auf Kopfniveau heraus. Wer eher ein Spielerherz hat, der kann sich im Squash versuchen. Eine abwechslungsreiche Sportart, die Koordination, Orientierungsvermögen im Raum aber auch Kondition stark fördert. Anfangs benötigt es ein wenig Übung bis der Ball einigermassen gut getroffen wird, und trotzdem ist es technisch einfacher als etwa Tennis zu spielen.

Du siehst, es ist für jeden etwas dabei – ob drinnen oder draussen, ob alleine oder im Team. Schnall dir die Langlauf-, Schneeschuh-, Jogging- oder Trainingsschuhe an und geniess den Winter. Denn zu kalt ist es (drinnen) garantiert nie!

Unsere Gastbloggerin Fabia Silvestri

ist Sportwissenschaftlerin an der

Uni Bern und Trainerin bei Unik Sports.

Hinterlasse einen Kommentar zu

Your email address will not be published.