Wenn die Natur erwacht, dann zieht es viele Sportler wieder nach draussen. Mit der zunehmenden Farbe in der Natur, steigt allerdings auch die Pollenkonzentration in der Luft. Das ist nicht für alle Outdoorsportler angenehm, denn in der Bevölkerung leidet etwa jeder Zehnte an einer Pollenallergie. Wer allergisch auf Pollen reagiert, darf und soll trotzdem Sport machen. Hier einige Tipps für dich, wie du mit der Pollenbelastung umgehen solltest.

Besprich dich mit deinem Arzt

Bevor es los geht mit dem Sport, empfehlen wir grundsätzlich, dass die Allergie mit dem Arzt besprochen werden sollte. So können mögliche Therapien, wirksame Medikamente oder der Einsatz von Nasen- und Augentropfen gegen allergische Reaktionen gefunden werden.

Kein Sport hilft noch weniger

Zugegeben, Sport mit verstopfter Nase, juckenden Augen und schwerem Atem ist nicht das ultimative Vergnügen. Doch Sportverzicht schadet gemäss Medizinern eher, als dass es nützt. Bewegung stärkt das Immunsystem und die Lungenfunktion. Gerade für Asthmatiker heisst das, dass damit die Belastbarkeit verbessert wird.

Pollen vermeiden

Sport trotz Pollen ist also die Devise. Allerdings ist das kein Aufruf dazu, in Mitten von Blumen und Gräsern ein intensives Training zu absolvieren. Besser wird ein Trainingsort und eine Tageszeit gewählt, die weniger Pollenbelastung mit sich bringt. Im Internet oder über eine Vorhersage-App gibt es Infos darüber, wann, wo und welche Pollen besonders stark fliegen.

Low statt High

Wenn der Körper schon kämpft, dann solltest du ihn nicht noch mehr Stress aussetzen. Bevorzuge bei Tagen mit vielen Pollen in der Luft sanftes Ausdauertraining und verschiebe die Einheit am Limit auf einen Regentag. Intensive Workouts schwächen das Immunsystem und transportieren die Pollen noch weiter in die Lunge.

It’s a rainy day

Der Regen sorgt für saubere Luft. Trau dich also raus in den Regen oder nutze das Zeitfenster gleich nach dem Unwetter. Die Luftbelastung mit Blütenstaub ist dann am geringsten. Wind bläst im Gegensatz dazu die Pollen überall hin, vor allem bei warmem Wetter.

Die Streckenwahl

Deine Allergie bestimmt wo du Sport treiben sollst! Bist du auf Gräser allergisch, dann meide Feld und Wiesen. Für dich sind Waldwege besser geeignet. Bist du auf Baumpollen allergisch, dann ab aufs Feld. Am besten für alle sind Nadelwälder, denn hier ist die Pollenkonzentration am niedrigsten und die Konzentration anregender ätherischer Öle am höchsten. Studien belegen sogar, dass durch das Einatmen der ätherischen Öle das Immunsystem stimuliert wird. Wer keinen Wald findet, der kann auch einen See suchen, denn am Ufer sind weniger Pollen, da der Wind meist vom pollenfreien Wasser her bläst.

Wasser oder Berge

Wasserratten und Bergflöhe haben einen Vorteil, denn auf dem offenen Wasser und auf über 1200m ist die Pollenbelastung sehr gering. Stand Up Paddeln, Segeln, Surfen oder Schwimmen ist also kein Problem. Ebenso sind Biken, Wandern oder Trailrunning in den Bergen bestens geeignet.

Raus aus der Stadt

In der Stadt oder in der Nähe von Industriegebieten ist die hohe Ozon- oder Schadstoffkonzentration hoch. Das lässt die Pollen noch aggressiver wirken. Also ab in die Natur oder in eine Indoor Anlage.

Nach dem Training

Nach dem Training heisst es den Blütenstaub loswerden. Daher unbedingt die Kleidung wechseln und abklopfen, Haut und Haare gut abduschen und falls nötig noch die Nase spülen.

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