Lahme Enten wieder flottmachen mit einigen Tricks zur Selbstmotivation

Da auch beim Training der Geist willig, das Fleisch aber manchmal schwach ist, ist so ziemlich jeder, der regelmäßig trainiert, dankbar für Tipps und Tricks gegen manchmal schwächelnde Motivation. Man fängt hochmotiviert an, läuft sogar oft Gefahr zu Beginn zu übertreiben, aber wenn man eine Weile dabei ist, lässt man immer öfter ein Training aus. Und dann kommt irgendwann die Frage „Bringt mir das überhaupt was?“ oder „Könnte ich nicht auch ein bisschen weniger trainieren?“

Das ist ganz normal. Auch die sportlichen Menschen mit den tollen Muskeln auf dem Laufband nebenan, haben ab und zu Motivationslücken. Es geht ganz einfach darum den inneren Schweinehund zu besiegen oder zumindest ab und zu auszutricksen. Dann kann es weitergehen mit dem Training. Und jetzt einige Tipps, was dabei hilft!

Den Trainingsplan umstellen

Routine kann die Motivation aushebeln. Deshalb hilft ein neuer Trainingsplan, wieder Spass an der Sache zu finden. Ungefähr alle drei Monate sollten nicht nur Trainingsabläufe, sondern auch das System umgestellt werden. Eine gute Gelegenheit sich selbst neue Ziele zu setzen, denn auch das bringt frischen Wind in den Sport. Wenn es gar nicht anders geht, ist erlaubt, was gefällt: einfach mal machen, was Spass macht. Zumindest für eine Weile. Und sei es einen Monat lang nur regelmässiges Bauchmuskeltraining oder Etappen auf dem Laufband. Auch eine Änderung der Trainingszeiten kann hilfreich sein. Alle, denen nach Feierabend die Motivation fehlt, können morgens frisch antreten oder in der Mittagspause trainieren. Wichtig ist nur, dass keine Langeweile aufkommt.

Trainieren mit Freunden

Eine der frustrierendsten Dinge beim Training ist es, alleine vor sich hin zu schwitzen. Mit Freunden oder in der Gruppe geht das besser. Man kommt weniger in Versuchung, mal eine Session auszulassen und der Trainingspartner kann für eine positive Konkurrenz sorgen, wenn man sich gegenseitig Vorgaben setzt. Das hilft vor allem denen, deren Fähigkeit zur Selbstmotivation nicht sehr ausgeprägt ist. Das Training mit Freunden sorgt ausserdem dafür, dass durch die sozialen Kontakte viel mehr Freude aufkommt – mehr Lust, überhaupt hinzugehen. Man sollte aber bedenken, dass die Trainingspartner im Niveau passen müssen. Wer einen Trainingspartner wählt, der deutlich weniger sportlich ist, wird vielleicht jede Menge Spass haben, aber nicht unbedingt weiterkommen mit der Fitness – im Gegenteil, ein „schwächerer“ Partner kann ausbremsen. Ein motivierter Partner sorgt für einen Extra-Schuss Energie.

Flotte Musik auf die Ohren

Musik motiviert – wenn wir Musik hören, werden Emotionen ausgelöst. Das kann man auch für Trainingszwecke nutzen. Musik wie Rock, Techno oder Hip Hop ermuntern geradezu zu körperlicher Aktivität. Besonders Songs, mit denen man gute Laune und Beschwingtheit verbindet, können beim Training erheblich anspornen. Langsame, getragene Musik eignet sich weniger als Trainingssoundtrack, denn beim Musikhören passt sich die Herzfrequenz und die „Grundstimmung“ den Klängen an.

Trainingsvideos anschauen

Ebenso wie Musik gehen auch Trainingsvideos unmittelbar ein. Die Trainingsfilme und deren Sound schaffen oft eine positiv aufgeladene Atmosphäre, die zum Mitmachen verlockt. Das ist ja auch so gewollt. Und deshalb sind Videos, beispielsweise auf Youtube, eine hervorragende Motivationsquelle. Obendrein findet man in der Fülle der Videos garantiert Vorbilder, die dem eigenen Geschmack entgegenkommen. Hat man bestimmte Trainingsvideos immer wieder gesehen, genügt es beim eigenen Training oft, nur den Soundtrack zu hören, um sich die Bewegungsabläufe wieder vor Augen zu führen.

Das Fitness-Studio wechseln

Ein Mangel an Motivation kann beim Training auch auf Langeweile zurückzuführen sein. Wenn man immer das gleiche Studio besucht, die gleichen Gesichter und die gleichen Geräte sieht, sogar die Smoothies immer die gleichen sind, dann ist irgendwann die Luft raus. Wer das Gefühl hat, alles über zu haben, kann in diesem Fall das Fitness-Studio wechseln. Am besten zu einem Gym mit einem total anderem Angebot und einer anderen Klientel. Man muss sich ja nicht gleich von seinem gewohnten Umfeld losreissen – bei einer Probesession sieht man, ob man in der neuen Umgebung motivierter ist. Alternativ gibt es Apps, die ihren Mitgliedern Zugang zu einem ganzen Pool von Anbietern geben und so für jede Menge Abwechslung sorgen.

Andere Sportnahrungsmittel ausprobieren

Auch bei der Sportnahrung kann man eine Flaute durchleben. Wenn man das Gefühl hat, trotz kostspieliger Spezialprodukte nicht weiter zu kommen, ist es ratsam die Marke zu wechseln. Dabei kann schon das Studium der Inhaltsstoffe, die versprochenen Effekte und die Freude an der Umstellung für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgen.

Spieglein, Spieglein…

Mitunter flaut die Motivation ab, weil man das Gefühl hat, dass doch alles prima läuft. Auch mit der Fitness. Wer meint, die gesetzten Ziele erreicht zu haben, ist geneigt, auch mal fünf gerade sein zu lassen. Das ist schön und entspannt, aber es ist der Motivation nicht förderlich. Hier kann man sich mit einem – zugegebenermaßen unfairen – Trick behelfen: dem Blick in den Spiegel. Die eine oder andere Problemzone, an der man noch arbeiten sollte, findet man eigentlich immer…und dann heißt es zurück zum Training.

Pause machen

Umgekehrt können auch Pausen wertvoll sein. Beispielsweise wenn man irgendwann das Gefühl hat, dass das Training einem nichts mehr gibt. Hier sollte eine Pause nicht einfach durch ungeplante Untätigkeit gemacht, sondern gezielt geplant werden. Etwa in dem man sich zwei oder auch drei Wochen ganz ohne Training vornimmt und auch dabei bleibt. Schon nach einer Weile wird sich schlechtes Gewissen einstellen und nach Ablauf der selbst gesetzten Frist freut man sich dann wieder auf den Sport.

Wer möglicherweise eine Zeitlang übertrainiert hat, findet in einer bewussten Pause sinnvolle Regeneration, die für erfolgreiches Training ebenfalls wichtig ist.

Nachdenken und Ziele revidieren

Wenn wir schon dabei sind, kann man anlässlich einer Pause auch gleich darüber nachdenken, welche Ziele mit dem Training verbunden sind. Worum soll es gehen? Wer sich nicht darüber im Klaren ist, warum er trainiert, wird kaum eine dauerhafte Motivation aufbringen. Ist ein persönliches Ziel formuliert, vielleicht sogar aufgeschrieben und irgendwo sichtbar angepinnt, hilft das dabei, den inneren Schweinehund in den Griff zu bekommen.

Neue Trainingsziele setzen

Wenn man zu der Erkenntnis kommt, dass die ursprünglich gesetzten Ziele vielleicht nicht so ganz zum eigenen Lifestyle passen, unerreichbar scheinen oder von anderen übernommen sind, dann hilft ein neues, individuelles Ziel. Natürlich sollte eine gewisse Herausforderung dabei sein, gleichzeitig muss das Ziel in einer realistischen Zeit erreichbar sein – damit sich Erfolgserlebnisse und damit mehr Spaß und Motivation einstellen. Ziele sind Etappen auf dem Weg zum Erfolg. Mit jedem erreichten Ziel kann man die nächste Etappe, die nächste Strecke ins Auge fassen.

Motivation ist machbar!

Motivation ist keine Zauberei, sie steckt auch nicht in den Genen. Es gibt keine mehr oder weniger zur Motivation neigende Menschen. Auch die erfolgreichsten Sportler müssen beständig an ihrer Motivation arbeiten. Das gilt auch für das persönliche Training. Mit einer Kombination aus Anreizen, neuen Zielvorgaben und Tapetenwechsel beim Training lässt sich die eigene Motivation wieder ankurbeln. Versprochen!

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