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Unser Skelett ist umhüllt von über 600 Muskeln. Sind sie verkürzt oder haben sie einen zu hohen Tonus, ist unser Muskelkorsett zu eng. Dagegen helfen Massage, lockeres Bewegen oder eben Dehnen. Auch wenn sich noch nicht alle einig sind, wie viel Nutzen Dehnen tatsächlich bringt, sprechen Studien und Erfahrungswerte dafür. Vermindertes Verletzungsrisiko, verbesserte Sauerstoffversorgung, weniger Verspannungen und Stressreduktion sind nur ein paar Argumente der Befürworter. Hinzu kommen mehr Flexibilität, ein erweiterter Bewegungsspielraum und dadurch auch verbesserte Athletik oder weniger Beschwerden im Alltag.

Dehnen zum Auf- und Abwärmen

Auch wenn Studien nicht wirklich dazu beigetragen haben, in all diesen Versprechen Gewissheit zu schaffen, ist man sich einig, dass Dehnen vor und nach dem Sport Vorteile hat.

Vor jedem Training ist ein Aufwärmen nicht nur empfehlenswert, sondern Pflicht. Es besteht aus Übungen für die Beweglichkeit, für die Aktivierung der Muskulatur und für die Optimierung des Herz-Kreislauf-Systems. Dehnen vor dem Sport wird immer dynamisch und in kurzen Bewegungssequenzen durchgeführt. Diese Form hilft, die Muskeln warm zu machen, den Bewegungsradius zu erhöhen und so vor Verletzungen zu schützen. Minutenlanges verharren in einer Position ist vor dem Sport nicht sinnvoll. Durch das statische Dehnen werden die Muskeln ihrer erforderlichen Spannung für sportliche Leistungen beraubt und der Muskeltonus sinkt. Dieser Effekt muss vor allem bei schnellen oder explosivkräftigen Sportarten berücksichtigt werden.

Diese statische Methode kommt erst nach dem Training zum Zuge. Diese Art des klassischen Stretchings wird eingesetzt, um die Erholung zu fördern und den Tonus in der Muskulatur zu reduzieren!

Welche Methoden gibt es zum Dehnen?

Bei den verschiedenen Dehnübungen geht es darum, die Muskeln und die ganze Muskelkette in die Länge zu ziehen, um durch diese Belastung die Beweglichkeit zu verbessern. Man unterscheidet zwischen aktiven und passiven sowie dynamischen und statischen Methoden.

  • Aktives Dehnen bezeichnet Formen, die nicht nur die Schwerkraft oder Gegenstände nutzen, um Zug auf die Muskulatur zu erzeugen. Die Kontraktion von Muskeln, die der Zielmuskulatur entgegenwirken werden hier angespannt. Solche Muskelpaare bilden zum Beispiel vordere Oberschenkel und hintere Oberschenkel oder Brustmuskulatur und Muskeln der Schulterblätter. Nicht nur die Zielmuskulatur, auch die sogenannten Antagonisten (entgegenwirkende Muskulatur) profitieren von dieser Methode. Allerdings bedarf es etwas Übung für effektives aktives Dehnen, die notwendigen Muskeln sind vor allem bei Einsteigern oft nicht kräftig genug und die Ansteuerung dieser Muskeln ist schwierig.
  • Passives Dehnen hingegen nutzt die Unterstützung von der Schwerkraft, von Geräten oder durch einen Trainingspartner. Als einfache Beispiele wäre hier das Oberkörper hängen lassen, um den Boden zu berühren oder den Ellenbogen an der Wand anlehnen, um die Brust zu dehnen. Das geht einfach und ist auch für Anfänger kein Problem.
  • Statisches Dehnen ist als Stretching bekannt. In diesem Fall wird die gewünschte Position langsam eingenommen und schliesslich für eine Weile gehalten. Die gedehnten Partien haben Zeit, sich an die Dehnung anzupassen und so wird es möglich innerhalb der Dehnungsphase immer wieder etwas mehr Zug auf die Muskulatur zu bringen. So wird eine langfristige Verbesserung der Beweglichkeit gefördert. Es genügen Dehnungsübungen von bis zu 45 Sekunden, denn Studien haben gezeigt, dass längere Übungen auch keine höheren Effekte hervorrufen.
  • Dynamisches Dehnen erinnert etwas an die Schwunggymnastik aus der Mitte des 20. Jahrhundert. Die Positionen werden hier nicht gehalten, sondern mit Wipp- und Schwungbewegungen arbeitet man sich langsam an das Bewegungsmaximum heran. Allerdings sollen auch beim dynamischen Dehnen alle Bewegungsabläufe nicht ruckartig, sondern kontrolliert und in vernünftigem Tempo durchgeführt werden.

Woher kommt er? Und wie bekomme ich ihn wieder weg?

Wohl jeder kennt ihn, den Tag danach oder schlimmer noch den zweiten Tag danach. Das Ziehen in der Muskulatur als Folge einer körperlichen Überlastung ist nicht zu ignorieren. Trotz den Schmerzen stellt er bis auf wenige Extremfälle keine Bedrohung für die Gesundheit dar. Allerdings macht er sich substanziell im Alltag und in der Leistungsfähigkeit bemerkbar, da er die die Beweglichkeit und die Kontraktionsfähigkeit für einige Tage einschränkt. Glücklicherweise verschwindet er von alleine wieder, auch wenn nicht ganz so schnell, wie er gekommen ist. Woher er kommt und welche Massnahmen am besten wirken, wenn der Muskelkater besteht, gibt es hier zu lesen.

Muskelkater: Was sind die Ursachen?

Die schmerzenden Muskeln sind die Antwort des Körpers auf winzige Verletzungen der Muskelfasern. Sie entstehen, wenn wir Bewegungen ausführen, die wir nicht gewohnt sind oder deren Intensität unsere Fitness übersteigt. Insbesondere exzentrische Bewegungen (Stop-and-go, Sprünge, hohes Gewicht in der Absenkphase) lassen uns das Training auch Tage später noch spüren. Die hohen Belastungen führen zu mikroskopisch kleinen Rissen. Der Körper aktiviert Heilungsprozesse, was die Mikroverletzungen zu kleinen Entzündungsherden macht, in denen sich Ödeme bilden. Die Flüssigkeitsansammlungen verursachen Muskelschwellungen und diese wiederum sorgen für die ziehenden Schmerzen beim Muskelkater. Die Leiden bei jeder Bewegung kommen nicht von den Rissen in den Muskelfasern, sondern vom Dehnungsschmerz.

Kann man gegen Muskelkater vorbeugen?

Eins vorab: Fitness schützt nicht vor Muskelkater. Auch der beste Sportler ist nicht „immun“ gegen die Mikrotraumas. Auch durchtrainierte Athleten können sich den Muskelkater zuziehen. Die Belastung muss dazu natürlich um ein Vielfaches höher sein als beim Einsteiger. Da der Körper ein besseres Regenerationsvermögen aufweist, klingt er bei ihnen allerdings schneller wieder ab. Ein paar Tipps, wie man (allzu starken) Muskelkater vermeidet, gibt es aber doch.

Realistisch bleiben

Ein massvolles Ziehen in der Muskulatur schadet nicht. Wenn sie aber eine Woche vom Training ausfallen wegen zu starkem Muskelkater, dann war es kontraproduktiv. Für Profis heisst das, dass Belastungen dem Niveau entsprechend gesetzt werden sollten. Wer länger nicht körperlich aktiv war, der sollte sich zu Beginn nicht übernehmen. Das Pensum und die Intensität am besten langsam steigern. Das reduziert das Risiko, dass die Trainingseinheit so hart wird, dass es zu den Verletzungen in den Muskelfasern kommt.

Etwas für die Durchblutung tun

Die Entzündungen im Körper heilen schneller, wenn die Durchblutung gefördert wird. Um diese zu steigern, hilft das Einreiben der Muskulatur mit durchblutungsfördernden Wirkstoffen. Das verringert das Risiko den Muskelkater einzufangen und es sorgt dafür, dass er schneller wieder verschwindet. Besonders wirksam sind Salben oder Gels, die Rosmarin oder Arnika enthalten.

Ice ice baby

Im Leistungssport hat sich das Eisbad zur Regeneration gleich nach intensiven Belastungen durchgesetzt. Hobby- und Gesundheitssportler, die keine Badewanne voller Eiswürfel haben, duschen sich am besten einfach kalt ab. Es muss nicht gleich direkt mit dem ganzen Körper unter die Brause für einen Kälteschock gesorgt werden. Es reicht, wenn der Körper zum Beispiel von unten nach oben langsam mit kaltem Wasser abgekühlt wird.

Sich proteinreich ernähren

Der Körper ist in einem steten Auf- und Abbauprozess. Um die Verletzungen der Überlastung zu heilen, benötigt er hochwertiges Baumaterial. Das bezieht er aus einer ausgewogenen Ernährung. Deshalb unterstützt ein gesundes Essverhalten den Aufbau und die Regeneration der Muskulatur. Hochwertige Eiweissquellen wie Fisch, mageres Fleisch oder pflanzliche Proteine, sorgen für eine ausreichende Zufuhr von Aminosäuren zum Bau oder zur Reparatur von Zellen. Ebenso wichtig sind Vitamine und Spurenelemente, insbesondere Vitamin E unterstützt die die Muskelheilung. Ein ausgewogenes Verhältnis von Kalium und Magnesium sorgt für eine funktionierende Muskulatur.

Richtiges Aufwärmen und Abkühlen

Aufwärmen sorgt für eine bessere Durchblutung und erhöht die Körpertemperatur. Der angekurbelte Blutkreislauf und die optimierte Sauerstoffversorgung, versorgen die Muskeln besser mit den wichtigen Betriebsstoffen. Ebenso wird der Abtransport von Abbauprodukten gefördert und eine Ansammlung von Abfallstoffen im Muskel wird verhindert.
Vor der Belastung gehören dynamische Stretchen zu wichtigen präventiven Massnahmen und nach der Aktivität hilft ein lockeres Auslaufen dem Kater vorzubeugen. Auch Dehnübungen können beim Aufwärmen mit einbezogen werden. Ebenso kann man nach dem Training mit leichten Übungen „wieder herunterschalten“ und so die Regeneration der Muskulatur unterstützen.

Wenn es doch passiert: Was kann man tun?

Klopfen sie sich auf die Schulter, denn immerhin haben sie das Training ernst genommen. Sorgen sie danach aber für schnelle Regeneration und stürzen sie sich nicht gleich in die nächste harte Trainingseinheit. Zunächst sollten sie weitere intensive Belastungen der Muskulatur vermeiden. Auch kraftvolle Massagen werden bei Muskelkater nicht empfohlen, da die Muskeln bereits winzige Risse aufweisen. Eine Massage würde durch den Druck nur zu zusätzlichen Traumas führen.

Wärme hingegen hilft sehr – ein warmes Bad, ein Saunagang und auch Wärmesalben, steigern die Durchblutung und tragen so zur Regenerierung der Muskelfasern bei. Allerdings gilt hier zu bemerken, dass unmittelbar nach der Belastung Kälte der Wärme vorzuziehen ist.

Lockerungsübungen helfen ebenfalls, die Schmerzen zumindest zeitweise zu lindern. Auch leichte Trainingsübungen können helfen, die geschädigten Muskelfasern zu reparieren.

Wann sollte man seinen Muskelkater zum Arzt tragen?

Ein normaler Muskelkater ist kein Anlass, den Arzt zu konsultieren. Klingen die Schmerzen aber nach einer Woche nicht ab, sollte doch ein Arzt hinzugezogen werden, denn dann könnte eine Sportverletzung vorliegen. Färbt sich der Urin braun in Kombination mit Muskelkater, dann zögern sie nicht mit dem Besuch beim Arzt! Ist dies der Fall, hat man die Muskeln einer derartigen Belastung ausgesetzt, dass diese begonnen haben sich aufzulösen. Im Fachjargon nennt man das „Rhabdomyolyse“: eine Art Mantel der Muskelzellen geht kaputt, der Muskelinhalt drückt nach aussen. Die körperlichen Konsequenzen können in einem solchen Fall mehrere Organe betreffen.

Der Rumpf liegt in der Körpermitte und übernimmt für Haltung, Bewegung und Sport zentrale Aufgaben. Es geht um viel mehr als nur «nackt besser aussehen» dank Sixpack.

Aufbau und Funktion

Die Rumpfmuskulatur besteht aus mehreren Muskelgruppen. Diese Muskeln übertragen die Kraft von den oberen Extremitäten zu den unteren Extremitäten und umgekehrt. Zudem machen sie Seitwärts- und Rotationsbewegungen möglich oder verhindern diese, indem sie Kräften entgegenwirken die zu Seitneigen oder Drehungen führen.

Je besser die Rumpfmuskulatur trainiert ist, desto besser ist die Kraftübertragung und die Stabilität in Bewegungsabläufen. Der populärste Muskel ist sicherlich der Rectus Abdominis (gerader Bauchmuskel). Er verläuft vom Rippenbogen zum Schambein und hat die Funktion den Rumpf zu beugen wie z.B. bei einem Sit Up oder beim Wurf eines Gegenstandes. Ebenso wichtig ist er auch beim fangen eines Balles, damit der Oberkörper nicht nach hinten kippt.

Die schrägverlaufenden, inneren und äusseren seitlichen Bauchmuskeln verlaufen vom Rippenbogen zur Hüfte und sind wichtig um den Rumpf zu drehen und seitlich aufzurichten, wenn Kräfte einseitig ziehen oder drücken. Als Beispiele dienen hier das Tragen eines Gegenstandes in einer Hand oder das Kurvenfahren auf der Skipiste.

Der Transversus zieht ähnlich einem Korsett als tiefliegende Struktur quer über den Bauchbereich und sorgt für zusätzliche Stabilisation und Schutz der Organe.

Auf der Rückseite sorgen die Muskeln entlang der Wirbelsäule für Bewegung und Stabilität. Vorder- und Rückseite sollten gleichermassen trainiert werden um Dysbalancen und damit mögliche Schmerzen aufgrund von Fehlbelastungen oder schlechter Haltung zu verhindern.

Training und Tools

Zum Training der Rumpfmuskulatur eigenen sich eine Vielzahl von Übungen mit oder ohne Gewicht sowie verschiedenen Bauchtrainern. Geht es um Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht in Stützpositionen, reicht eine Matte. Soll die Intensität gesteigert werden können eine Gewichtsveste oder eine Hantelscheibe auf dem Rücken als Zusatzgewicht genutzt werden. Gewichtsveste und Hantelscheiben helfen auch bei anderen Übungen wie Sit Ups oder Russian Twists die Anforderungen zu steigern.

Bälle, Balanceboards und andere bewegliche Unterlagen helfen ebenfalls einen zusätzlichen Trainingsreiz zu schaffen, indem sie nicht nur die Kraft, sondern auch die Propriozeption und Sensomotorik fordern. So können die instabilen Unterlagen zum Stützen unter Händen, Ellenbogen oder den Füssen platziert oder als Sitzunterlage genutzt werden.

Um neue Reize zu setzen, braucht es nicht zwingend schwere Gewichte, teure Geräte oder ein Fitnessabo. Mit Resistancebands (Video Übungen), Schlingentrainern oder Übungen im Hangen an der Klimmzugstange zu Hause, lassen sich ebenfalls effiziente Core Workouts gestalten.

Vielseitig und ausgewogen

Ein sinnvolles Rumpftraining berücksichtigt gerade, seitliche und tiefliegende Bauchmuskeln sowie die Rückenmuskulatur. Es sollten Übungen für die Muslkelgruppen vorne, seitlich und hinten gewählt werden. Im Optimalfall werden Bewegungsmuster eingebaut:

  • Beugen des Rumpfs Sit Ups, Knee to Elbow, Klamppmesser
  • Rotation des Rumpfs Russian Twist, Sit Ups übers Kreuz, Chop and Lift am Kabelzug
  • Seitneigen Seitstützen, Rumpfaufrichten im Stehen, Kettlebell Windmill
  • Transversus Vierfülssler mit Bein- und Armheben, Plan to Push Up, Stütze auf Balance Board
  • Rücken bsp. Reverse Plank, Rückenaufrollen stehend oder kniend

Der Start ins neue Jahr mit den üblichen guten Vorsätzen – ein Gastbeitrag von Bettina Höchli.

Was Neujahr, dein Geburtstag und der Montag mit deinem Fitnesstraining zu tun haben

Wann hast du dir das letzte Mal vorgenommen, häufiger zu trainieren? Nach dem letzten Badeurlaub? Beim letzten Einkauf der neuen Garderobe? Zu Neujahr? An deinem letzten Geburtstag oder gar zum Hochzeitsantrag? Die weltweite Verbreitung von Neujahrszielen deutet darauf hin, dass viele Menschen ihre Vorsätze eher in Angriff nehmen, wenn ein Neuanfang ansteht, als an einem ganz gewöhnlichen Tag. Dies lässt sich wunderbar an der Häufigkeit von gesuchten Begriffen in Google beobachten: Alle Jahre wieder schnellt das Interesse an „Fitness“ und „Diet“ am 1. Januar hoch.

Gute Vorsätze bei Google

Bild: Der Neuanfang als Motivationsspritze: Wie häufig in Google nach den Begriffen „Fitness“ und „Diet“ gesucht wird: Die Peaks treten zuverlässig immer Anfang Januar auf.

Google Suche im zeitlichen Verlauf

Quelle: www.trends.google.com

Dass wir unsere Vorsätze eher zu einem Neuanfang in Angriff nehmen, anstatt an einem gewöhnlichen Tag, wird auch als «Fresh-Start-Effect» bezeichnet. Ein Grund für diesen „Fresh-Start-Effect“ liegt darin, dass wir unsere Identität in drei zusammenhängenden Teilen wahrnehmen: Unser vergangenes Selbst, unser gegenwärtiges Selbst und unser zukünftiges Selbst. Die Verbindung unseres vergangenen Selbst mit unserem zukünftigen Selbst kann durch einen wahrgenommenen Neuanfang beeinflusst werden. Durch einen Neuanfang fühlen wir uns etwas weniger stark mit unserem alten Selbst verbunden – was uns motivieren kann, neue Wünsche und Ziele in Angriff zu nehmen und uns nicht durch unser vergangenes, unmotiviertes und bequemes Selbst daran hindern zu lassen. Hat der erste Versuch nicht geklappt? War ich oft unmotiviert und das Sofa zu bequem, um meinen Trainingszielen nachzugehen? Egal: Dies war das alte Selbst! Durch den Neuanfang wird der Übergang zum zukünftigen Selbst signalisiert – das ideale Selbst, welches genügend Motivation hat, die Ziele und Wünsche in Angriff zu nehmen.

Das neue Jahr als frischer Start

Im Beispiel der Neujahrsziele dient das neue Jahr als Trennwand: Alles was vor Neujahr eintritt wird als ähnlich zum alten Selbst wahrgenommen – alles was danach geplant ist, wird dem zukünftigen, idealen Selbst zugeschrieben. Und dadurch wirkt das Neujahr als sehr motivierend, um Vorsätze und Ziele endlich in Angriff zu nehmen.

Dieser „Fresh-Start-Effect“ beschränkt sich aber längst nicht auf Neujahr: Jedes zeitliche Ereignis kann als „Fresh-Start“ wahrgenommen werden. Eine Forschergruppe um Katherine Milkman hat die Google Trends Daten noch etwas genauer unter die Lupe genommen: Die Suchanfragen zum Begriff „diet“ gingen auch jeweils zu Beginn der Woche, zu Beginn des Monats oder nach nationalen Feiertagen und Ferien wieder hoch. Bei neutralen Vergleichsbegriffen wie „Wetter“ war dies nicht der Fall. Studien zu Fitnesstrainings zeigen ein ähnliches Bild: Studenten das Uni-Fitness vermehrt am Anfang des Semester, nach ihren Geburtstagen und sogar am Anfang der Woche besucht haben.

Vom Umzug, über einen Jobwechsel, dem Start ins neue Semester, dem eigenen Geburtstag bis zum Start in die neue Woche: Alle diese Ereignisse können eine zeitliche Trennung zwischen vorher und nachher markieren und helfen uns so, unsere Motivation anzukurbeln und unsere Ziele in Angriff zu nehmen. Alles was du tun musst, ist, diese Gelegenheiten zu erkennen.

Bettina Hoechli

Autorin: Bettina Höchli, seit 2015 Doktorandin (SNF), Institut für Marketing und Unternehmensführung, Abteilung Consumer Behavior (Lehrstuhl: Prof. Dr. Messner), Universität Bern.
bettina.hoechli@imu.unibe.ch

Auf Socialmedia posten viele ihre wunderschön hergerichteten Preworkoutmeals und trinken dazu ihren Booster. Doch weshalb und warum wird dies gemacht und was eignet sich am Besten dafür.

Nun wieso liegt grundsätzlich auf der Hand. Damit der Körper eine gute Leistung vollbringen kann, benötigt er Energie. Diese zieht er entweder aus Nahrung, welche ihm zugeführt wird oder aus vorhandenen Fettreserven. Doch zu Beginn einer sportlichen Aktivität nimmt sich der Körper die Energie vor allem aus Kohlenhydraten. Die Energiequelle verschiebt sich dann im Verlaufe eines Trainings immer mehr zur Fettverbrennung hin (siehe auch Blogpost Makronährstoffe). Deshalb ist es wichtig, dass dem Körper genügend Kohlenhydrate zur Verfügung stehen, damit er nicht beispielsweise auf andere Energielieferanten wie Proteine zurückgreifen muss. Doch ob überhaupt eine Mahlzeit vor dem Training eingenommen wird, hängt stark vom Ziel der trainierenden Person ab. Weiter ist es stark davon abhängig, was für eine Art von Training in welcher Intensität absolviert wird.

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Ob lang, kurz oder rund: Eisen bringts!

Die richtigen Tools für Funktionelles Training

Fitnesstraining hat sich gewandelt! In den Anfängen des Kraft- und Fitnesssports trainerten nur Gewichtheber, Bodybuilder und im besten Fall einige Leistungsathleten mit der Langhantel. Heute gehört das freie Training und Funktionelles Training mit Hanteln, Kettlebells und anderen Trainingstools schon fast zum Standard für regelmässige Fitnessgänger.

Nicht nur in den modernen Trainingscentern hat sich diese Entwicklung durchgesetzt. Auch die Home-Gyms und die Trainingsanlagen von Vereinen haben den Schritt in Richtung Funktionelles Training gemacht. Funktionell meint dabei, dass man Übungen wählt, die ganze Muskelketten ansprechen und nicht nur die Entwicklung von Kraft fördern. Das Ziel besteht darin, die Muskulatur so aufzubauen, dass es in allen Ebenen und Richtungen Kraft und Stabilität generieren kann. Kurz: Die Alltags- und Sporttauglichkeit wird im Training verbessert. Hier gibt es ein paar Tipps, mit welchen drei Tools zu Hause oder im Gym dein Training in Sachen Kraft und Funktionalität aufgewertet wird. Weiterlesen →

HIIT – Hoch hinaus mit hoher Intensität

Hohe Intensität will richtig eingesetzt werden!

High Intensity Interval Training (HIIT) ist eine besondere Form des Intervalltrainings, das in den letzten Jahren im Freizeit- und Fitnesssport wieder an Beliebtheit gewonnen hat. Ein Grund für die Bedeutungszunahme des Trainings mit hochintensiven Methoden ist die durch Studien belegte Zeiteffizienz und Wirksamkeit. Bei allen publizierten Vorteilen von HIIT gilt es dennoch einige Aspekte zu berücksichtigen, um positive Effekte zu erzielen und nicht Raubbau am Körper zu betreiben.

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Erfolgsrezept Intervalltraining

By Adrian Lehmann in Regeneration

Schneller werden durch Intervalltraining

Wenn die Tage wieder länger werden und die ersten Vögel zwitschern, sind die ersten Frühlingsläufe nicht mehr weit entfernt. Um seine Laufleistung aus dem Vorjahr am Kerzerslauf, am GP Bern oder am Frauenlauf zu verbessern, sind Intervalleinheiten das Erfolgsrezept. Um schneller zu werden, sollte man im Verhältnis 3:1 trainieren. Konkret soll auf drei lockere Einheiten eine intensive folgen. Anders formuliert sollen die ruhigen Einheiten rund 75 bis 80 Prozent des wöchentlichen Pensums ausmachen, während lediglich 20 bis 25 Prozent davon im intensiven Bereich absolviert werden sollen. Als Läufer bieten sich für die intensiven Einheiten Intervalltrainings an. Dabei lassen sich verschiedene Formen unterscheiden:

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10 Gründe und 8 Übungen für ein Intervall Training

Intervalltraining ist populärer denn je. Dabei ist diese Trainingsform eigentlich gar keine Neuerfindung. Denn bereits in den 1950er Jahren sorgte sie vor allem durch den tschechischen Ausnahmeathleten Emil Zatopek für Aufsehen. Die Methode ist jedoch nicht nur für Hochleistungsathleten von Nutzen: auch für Gesundheitssportler birgt sie viele Vorteile!

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Dass mit einfachen Mitteln effiziente Trainingsinhalte oder Trainingstools erstellt werden können zeigen heute verschiedene Konzepte und Geräte auf dem Fitnessmarkt. Es muss nicht immer die teure Kraftmaschine sein um seine Fitness zu verbessern. Das beweist auch das sogenannte Schlingen- oder Suspension-Training, das auf zwei hängenden Bändern mit Griffen basiert. Bekannt ist auch der Begriff TRX-Training, der häufig synonym für das Schlingentraining verwendet wird. Dabei handelt es sich genau genommen um einen Markennamen für einen Sling-Trainer.

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