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Der Rumpf liegt in der Körpermitte und übernimmt für Haltung, Bewegung und Sport zentrale Aufgaben. Es geht um viel mehr als nur «nackt besser aussehen» dank Sixpack.

Aufbau und Funktion

Die Rumpfmuskulatur besteht aus mehreren Muskelgruppen. Diese Muskeln übertragen die Kraft von den oberen Extremitäten zu den unteren Extremitäten und umgekehrt. Zudem machen sie Seitwärts- und Rotationsbewegungen möglich oder verhindern diese, indem sie Kräften entgegenwirken die zu Seitneigen oder Drehungen führen.

Je besser die Rumpfmuskulatur trainiert ist, desto besser ist die Kraftübertragung und die Stabilität in Bewegungsabläufen. Der populärste Muskel ist sicherlich der Rectus Abdominis (gerader Bauchmuskel). Er verläuft vom Rippenbogen zum Schambein und hat die Funktion den Rumpf zu beugen wie z.B. bei einem Sit Up oder beim Wurf eines Gegenstandes. Ebenso wichtig ist er auch beim fangen eines Balles, damit der Oberkörper nicht nach hinten kippt.

Die schrägverlaufenden, inneren und äusseren seitlichen Bauchmuskeln verlaufen vom Rippenbogen zur Hüfte und sind wichtig um den Rumpf zu drehen und seitlich aufzurichten, wenn Kräfte einseitig ziehen oder drücken. Als Beispiele dienen hier das Tragen eines Gegenstandes in einer Hand oder das Kurvenfahren auf der Skipiste.

Der Transversus zieht ähnlich einem Korsett als tiefliegende Struktur quer über den Bauchbereich und sorgt für zusätzliche Stabilisation und Schutz der Organe.

Auf der Rückseite sorgen die Muskeln entlang der Wirbelsäule für Bewegung und Stabilität. Vorder- und Rückseite sollten gleichermassen trainiert werden um Dysbalancen und damit mögliche Schmerzen aufgrund von Fehlbelastungen oder schlechter Haltung zu verhindern.

Training und Tools

Zum Training der Rumpfmuskulatur eigenen sich eine Vielzahl von Übungen mit oder ohne Gewicht sowie verschiedenen Bauchtrainern. Geht es um Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht in Stützpositionen, reicht eine Matte. Soll die Intensität gesteigert werden können eine Gewichtsveste oder eine Hantelscheibe auf dem Rücken als Zusatzgewicht genutzt werden. Gewichtsveste und Hantelscheiben helfen auch bei anderen Übungen wie Sit Ups oder Russian Twists die Anforderungen zu steigern.

Bälle, Balanceboards und andere bewegliche Unterlagen helfen ebenfalls einen zusätzlichen Trainingsreiz zu schaffen, indem sie nicht nur die Kraft, sondern auch die Propriozeption und Sensomotorik fordern. So können die instabilen Unterlagen zum Stützen unter Händen, Ellenbogen oder den Füssen platziert oder als Sitzunterlage genutzt werden.

Um neue Reize zu setzen, braucht es nicht zwingend schwere Gewichte, teure Geräte oder ein Fitnessabo. Mit Resistancebands (Video Übungen), Schlingentrainern oder Übungen im Hangen an der Klimmzugstange zu Hause, lassen sich ebenfalls effiziente Core Workouts gestalten.

Vielseitig und ausgewogen

Ein sinnvolles Rumpftraining berücksichtigt gerade, seitliche und tiefliegende Bauchmuskeln sowie die Rückenmuskulatur. Es sollten Übungen für die Muslkelgruppen vorne, seitlich und hinten gewählt werden. Im Optimalfall werden Bewegungsmuster eingebaut:

  • Beugen des Rumpfs Sit Ups, Knee to Elbow, Klamppmesser
  • Rotation des Rumpfs Russian Twist, Sit Ups übers Kreuz, Chop and Lift am Kabelzug
  • Seitneigen Seitstützen, Rumpfaufrichten im Stehen, Kettlebell Windmill
  • Transversus Vierfülssler mit Bein- und Armheben, Plan to Push Up, Stütze auf Balance Board
  • Rücken bsp. Reverse Plank, Rückenaufrollen stehend oder kniend

Der Start ins neue Jahr mit den üblichen guten Vorsätzen – ein Gastbeitrag von Bettina Höchli.

Was Neujahr, dein Geburtstag und der Montag mit deinem Fitnesstraining zu tun haben

Wann hast du dir das letzte Mal vorgenommen, häufiger zu trainieren? Nach dem letzten Badeurlaub? Beim letzten Einkauf der neuen Garderobe? Zu Neujahr? An deinem letzten Geburtstag oder gar zum Hochzeitsantrag? Die weltweite Verbreitung von Neujahrszielen deutet darauf hin, dass viele Menschen ihre Vorsätze eher in Angriff nehmen, wenn ein Neuanfang ansteht, als an einem ganz gewöhnlichen Tag. Dies lässt sich wunderbar an der Häufigkeit von gesuchten Begriffen in Google beobachten: Alle Jahre wieder schnellt das Interesse an „Fitness“ und „Diet“ am 1. Januar hoch.

Gute Vorsätze bei Google

Bild: Der Neuanfang als Motivationsspritze: Wie häufig in Google nach den Begriffen „Fitness“ und „Diet“ gesucht wird: Die Peaks treten zuverlässig immer Anfang Januar auf.

Google Suche im zeitlichen Verlauf

Quelle: www.trends.google.com

Dass wir unsere Vorsätze eher zu einem Neuanfang in Angriff nehmen, anstatt an einem gewöhnlichen Tag, wird auch als «Fresh-Start-Effect» bezeichnet. Ein Grund für diesen „Fresh-Start-Effect“ liegt darin, dass wir unsere Identität in drei zusammenhängenden Teilen wahrnehmen: Unser vergangenes Selbst, unser gegenwärtiges Selbst und unser zukünftiges Selbst. Die Verbindung unseres vergangenen Selbst mit unserem zukünftigen Selbst kann durch einen wahrgenommenen Neuanfang beeinflusst werden. Durch einen Neuanfang fühlen wir uns etwas weniger stark mit unserem alten Selbst verbunden – was uns motivieren kann, neue Wünsche und Ziele in Angriff zu nehmen und uns nicht durch unser vergangenes, unmotiviertes und bequemes Selbst daran hindern zu lassen. Hat der erste Versuch nicht geklappt? War ich oft unmotiviert und das Sofa zu bequem, um meinen Trainingszielen nachzugehen? Egal: Dies war das alte Selbst! Durch den Neuanfang wird der Übergang zum zukünftigen Selbst signalisiert – das ideale Selbst, welches genügend Motivation hat, die Ziele und Wünsche in Angriff zu nehmen.

Das neue Jahr als frischer Start

Im Beispiel der Neujahrsziele dient das neue Jahr als Trennwand: Alles was vor Neujahr eintritt wird als ähnlich zum alten Selbst wahrgenommen – alles was danach geplant ist, wird dem zukünftigen, idealen Selbst zugeschrieben. Und dadurch wirkt das Neujahr als sehr motivierend, um Vorsätze und Ziele endlich in Angriff zu nehmen.

Dieser „Fresh-Start-Effect“ beschränkt sich aber längst nicht auf Neujahr: Jedes zeitliche Ereignis kann als „Fresh-Start“ wahrgenommen werden. Eine Forschergruppe um Katherine Milkman hat die Google Trends Daten noch etwas genauer unter die Lupe genommen: Die Suchanfragen zum Begriff „diet“ gingen auch jeweils zu Beginn der Woche, zu Beginn des Monats oder nach nationalen Feiertagen und Ferien wieder hoch. Bei neutralen Vergleichsbegriffen wie „Wetter“ war dies nicht der Fall. Studien zu Fitnesstrainings zeigen ein ähnliches Bild: Studenten das Uni-Fitness vermehrt am Anfang des Semester, nach ihren Geburtstagen und sogar am Anfang der Woche besucht haben.

Vom Umzug, über einen Jobwechsel, dem Start ins neue Semester, dem eigenen Geburtstag bis zum Start in die neue Woche: Alle diese Ereignisse können eine zeitliche Trennung zwischen vorher und nachher markieren und helfen uns so, unsere Motivation anzukurbeln und unsere Ziele in Angriff zu nehmen. Alles was du tun musst, ist, diese Gelegenheiten zu erkennen.

Bettina Hoechli

Autorin: Bettina Höchli, seit 2015 Doktorandin (SNF), Institut für Marketing und Unternehmensführung, Abteilung Consumer Behavior (Lehrstuhl: Prof. Dr. Messner), Universität Bern.
bettina.hoechli@imu.unibe.ch

Auf Socialmedia posten viele ihre wunderschön hergerichteten Preworkoutmeals und trinken dazu ihren Booster. Doch weshalb und warum wird dies gemacht und was eignet sich am Besten dafür.

Nun wieso liegt grundsätzlich auf der Hand. Damit der Körper eine gute Leistung vollbringen kann, benötigt er Energie. Diese zieht er entweder aus Nahrung, welche ihm zugeführt wird oder aus vorhandenen Fettreserven. Doch zu Beginn einer sportlichen Aktivität nimmt sich der Körper die Energie vor allem aus Kohlenhydraten. Die Energiequelle verschiebt sich dann im Verlaufe eines Trainings immer mehr zur Fettverbrennung hin (siehe auch Blogpost Makronährstoffe). Deshalb ist es wichtig, dass dem Körper genügend Kohlenhydrate zur Verfügung stehen, damit er nicht beispielsweise auf andere Energielieferanten wie Proteine zurückgreifen muss. Doch ob überhaupt eine Mahlzeit vor dem Training eingenommen wird, hängt stark vom Ziel der trainierenden Person ab. Weiter ist es stark davon abhängig, was für eine Art von Training in welcher Intensität absolviert wird.

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Ob lang, kurz oder rund: Eisen bringts!

Die richtigen Tools für Funktionelles Training

Fitnesstraining hat sich gewandelt! In den Anfängen des Kraft- und Fitnesssports trainerten nur Gewichtheber, Bodybuilder und im besten Fall einige Leistungsathleten mit der Langhantel. Heute gehört das freie Training und Funktionelles Training mit Hanteln, Kettlebells und anderen Trainingstools schon fast zum Standard für regelmässige Fitnessgänger.

Nicht nur in den modernen Trainingscentern hat sich diese Entwicklung durchgesetzt. Auch die Home-Gyms und die Trainingsanlagen von Vereinen haben den Schritt in Richtung Funktionelles Training gemacht. Funktionell meint dabei, dass man Übungen wählt, die ganze Muskelketten ansprechen und nicht nur die Entwicklung von Kraft fördern. Das Ziel besteht darin, die Muskulatur so aufzubauen, dass es in allen Ebenen und Richtungen Kraft und Stabilität generieren kann. Kurz: Die Alltags- und Sporttauglichkeit wird im Training verbessert. Hier gibt es ein paar Tipps, mit welchen drei Tools zu Hause oder im Gym dein Training in Sachen Kraft und Funktionalität aufgewertet wird. Weiterlesen →

HIIT – Hoch hinaus mit hoher Intensität

Hohe Intensität will richtig eingesetzt werden!

High Intensity Interval Training (HIIT) ist eine besondere Form des Intervalltrainings, das in den letzten Jahren im Freizeit- und Fitnesssport wieder an Beliebtheit gewonnen hat. Ein Grund für die Bedeutungszunahme des Trainings mit hochintensiven Methoden ist die durch Studien belegte Zeiteffizienz und Wirksamkeit. Bei allen publizierten Vorteilen von HIIT gilt es dennoch einige Aspekte zu berücksichtigen, um positive Effekte zu erzielen und nicht Raubbau am Körper zu betreiben.

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Erfolgsrezept Intervalltraining

By Adrian Lehmann in Regeneration

Schneller werden durch Intervalltraining

Wenn die Tage wieder länger werden und die ersten Vögel zwitschern, sind die ersten Frühlingsläufe nicht mehr weit entfernt. Um seine Laufleistung aus dem Vorjahr am Kerzerslauf, am GP Bern oder am Frauenlauf zu verbessern, sind Intervalleinheiten das Erfolgsrezept. Um schneller zu werden, sollte man im Verhältnis 3:1 trainieren. Konkret soll auf drei lockere Einheiten eine intensive folgen. Anders formuliert sollen die ruhigen Einheiten rund 75 bis 80 Prozent des wöchentlichen Pensums ausmachen, während lediglich 20 bis 25 Prozent davon im intensiven Bereich absolviert werden sollen. Als Läufer bieten sich für die intensiven Einheiten Intervalltrainings an. Dabei lassen sich verschiedene Formen unterscheiden:

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10 Gründe und 8 Übungen für ein Intervall Training

Intervalltraining ist populärer denn je. Dabei ist diese Trainingsform eigentlich gar keine Neuerfindung. Denn bereits in den 1950er Jahren sorgte sie vor allem durch den tschechischen Ausnahmeathleten Emil Zatopek für Aufsehen. Die Methode ist jedoch nicht nur für Hochleistungsathleten von Nutzen: auch für Gesundheitssportler birgt sie viele Vorteile!

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Dass mit einfachen Mitteln effiziente Trainingsinhalte oder Trainingstools erstellt werden können zeigen heute verschiedene Konzepte und Geräte auf dem Fitnessmarkt. Es muss nicht immer die teure Kraftmaschine sein um seine Fitness zu verbessern. Das beweist auch das sogenannte Schlingen- oder Suspension-Training, das auf zwei hängenden Bändern mit Griffen basiert. Bekannt ist auch der Begriff TRX-Training, der häufig synonym für das Schlingentraining verwendet wird. Dabei handelt es sich genau genommen um einen Markennamen für einen Sling-Trainer.

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Motivation – bist du schon wieder weg?!

Das neue Jahr ist bereits fast zwei Monate alt – und somit die Vorsätze fürs neue Jahr auch! Die meisten Leute sind die ersten ein bis zwei Monate hochmotiviert um an ihren Vorsätzen zu arbeiten. Doch auch dieses Jahr kommt bei vielen der Moment, an dem die eigene Motivation plötzlich nicht mehr auffindbar ist und die Vorsätze nicht mehr so konsequent eingehalten werden. Man lässt ab und an ein Workout aus oder isst doch wieder einmal einen zweiten Teller Pasta. Die Ausnahmen beginnen sich zu häufen und das Training und der gesunde z’Mittag werden zur Ausnahme. Und schon wird aus der einen oder anderen Ausnahme die unbewusste oder bewusste Rückkehr zu alten Mustern. Weiterlesen →

Körper und Geist Pausen gönnen

By Adrian Lehmann in Regeneration

Der Saisonhöhepunkt

Ende September fand mit dem Berlin Marathon mein* Saisonhöhepunkt statt. Ein halbes Jahr hatte ich auf dieses eine Rennen hintrainiert und alles investiert, um am Tag X in der Form meines Lebens hinter der Startlinie zu stehen. In 2:15:12 Stunden verpasste ich meine Bestzeit schliesslich um winzige vier Sekunden. Dementsprechend überwog im Ziel vorerst die Enttäuschung. Mit etwas Abstand betrachtet realisierte ich aber, dass mir als viertbester Europäer und bester Schweizer mit Rang 16 in einem internationalen Topfeld ein sehr gutes Resultat gelungen war. Gleichzeitig hatte ich die Limite für die Europameisterschaften, welche 2018 ebenfalls in Berlin stattfinden werden, deutlich unterboten. Weiterlesen →

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